Cloppenburg. Ein wahres Mammutprogramm musste David Kikava vom Delmenhorster TV hinter sich bringen, ehe sein Sieg bei den Weser-Ems-Meisterschaften feststand. Um das Finale zu erreichen stand der Faustkämpfer gleich an vier verschiedenen Wettkampfstätten gleich viermal im Ring. In Wehrbleck besiegte am 31. Januar der im Mittelgewicht boxende (bis 75 Kilogramm) Kikava seinen Achtelfinalgegner Conceicao Anderson (BC Norden) durch einen K.O. Sieg in der zweiten Runde. Auch seinen Viertelfinalkampf in Oldenburg eine Woche später gegen Arif Hussein Mohammadi (VFB Oldenburg) gestaltete der DTV Boxer mit einem klaren 5:0 Punktsieg erfolgreich. Sein Gegner im Halbfinale, Mike Schach (ABC Lingen) zog am 14. Februar ebenfalls den Kürzeren. Im Finale in Cloppenburg traf der Delmenhorster Faustkämpfer am letzten Samstag auf Mustafa Satta (BC Norden), der nach schweren Treffern bereits in der ersten Runde eine Runde später die Segel streichen musste. Der Finalkampf war nach wenigen Sekunden beendet, der Kampfrichter beendete den ungleichen Kampf.
„David hat in allen Kämpfen ein großes Kämpferherz gezeigt und mit seiner guten Technik alle seine Gegner deutlich beherrscht“,
meinte sein Trainer Leonid Jankilewitsch, der sich zudem über das große Lob des niedersächsischen Sportwarts Michael Bochardt freuen durfte, der Kikava als Riesentalent bezeichnete. Allerdings gilt nach den Boxsportverbands-Regularien der DTV Boxer lediglich als Turniersieger und nicht als Weser-Ems Meister, da er noch zu wenige Kämpfe bestritten hatte.
Sein Vereinskollege Divan Celik, der sich bereits im vergangenen Jahr im Superschwergewicht (über 90 Kilogramm) als Weser-Ems Meister feiern lassen konnte, holte erneut den Meistertitel. Er besiegte Jawad Balhas vom BC Norden. Aufgrund der klaren Überlegenheit des DTV Kämpfers trat Balhas zur zweiten Runde nicht mehr an.
„Das war kein schöner Kampf, Balhas hat nur geklammert, geklammert und geklammert, er war total überfordert“,
meinte Jankilewitsch.
Eine bittere 2:3 Punktniederlage hingegen musste Siyar Karabulut (DTV) in seinem Halbmittelgewichtskampf (bis 70 Kilogramm) gegen Azad Alsheck (BW Lohne) einstecken.
„Aus meiner Sicht hat Siyar gewonnen“,
meinte Jankilewitsch, der hinzufügte:
„Er war der aktivere Kämpfer, Siyar war sowohl taktisch, als auch technisch besser“.
Allerdings hatte er ein der dritten Runde, wie seine Trainer eingestand, ein paar konditionelle Probleme. Das mag möglicherweise den Ausschlag für die knappe Punktniederlage gegeben haben. Für Karabulut, der im letzten Jahr deutscher Militärvizemeister wurde, steht im April erneut die deutsche Militärmeisterschaft in Haus.
Bereits im Achtelfinale in Wehrbleck musste der DTV Boxer Sazvan Diva gegen Gurshav Singh Bangar (VFB Oldenburg/Bremen) im Halbmittelgewicht (bis 70 Kilogramm) eine Punktniederlage einstecken. In Oldenburg war für Bilal Salamov (DTV) die Weser-Ems Meisterschaft zu Ende. Er unterlag äußerst knapp in seinem Halbfinalkampf im Weltergewicht (bis 65 Kilogramm) dem für den VFB Oldenburg boxenden Mustafa Noori.